Pianezola

Pianezola von oben…

Hoch in den Bergen über dem Comer See in Italien liegen die alten Steinhäuser der ehemaligen Ziegenalm Pianezola. Ziegen und Esel laufen frei herum und laden uns ein, ihre Trampelpfade zu erkunden. Dort lebt man so, wie die Menschen schon vor 150 Jahren gelebt haben. Das Gelände ist nur zu Fuß nach mindesten 40 Gehminuten zu erreichen, eine Starße gibt es nicht.

Pianezola liegt auf etwas 900 Metern im Valle de Livo im Hinterland des Comer Sees. Diesen kann man von unserem Aussichtsfelsen aus von oben bewundern. Das kleine Dorf diente früher der Ziegenwirtschaft im Sommer, heute verbringen hier neben uns noch mehrere „Locals“ aus Livo schöne Sommertage. Wir bewohnen insgesammt drei Steinhütten mit Schlafgelegenheiten für zwei bis drei Familien. Für die Kinder gibt es außerdem die Möglichkeit im Zelt zu übernachten.

Man spürt deutlich den mediterranen Flair im Norden Italiens: meistens scheint die Sonne und mittags kommt Siesta-Stimmung auf. Die erfrischende Abkühlung abendlicher Regenschauer ist dann sehr willkommen. Die Landschaft ist sehr steil und meistens mit Wäldern aus Esskastanien-Bäumen bewachsen. Die Natur holt sich langsam die immer weniger vom Menschen benutzten Flächen zurück…

Lebensbedingungen

Über den gemeinsam genutzen Brunnen haben wir fließendes frisches Quellwasser, das wir durch einem Schlauch direkt im Bad, an der Spühlstelle und in der Küche zur Verfügung haben. Für eine warme Dusche stehen Feuerstellen und eine Gießkanne zur Verfügung. Um unsere Umwelt nicht zu belasten benutzen wir biologische Seifen. Wir genießen auch häufig einfach ein Bad im nahe liegenden Fluss.

Die Unterkünfte sind einfache Rauchhäuser, d.h. das Feuer kann einfach im offen im Raum entzündet und durch die vielen Ritzen in den Steindächern und -wänden kann der Rauch abziehen. Heute kochen wir meistens an der Außenkochstelle und sitzen draußen am Lagerfeuer – also kein Rauch im Schlafzimmer. Wir schlafen auf Isomatten und Decken (diese sind reichlich vorhanden) und in Schlafsäcken (die sollte jede und jeder mitbringen), die wir einfach auf die Holzböden legen.

Schlafplatz im Kochhaus
Schlafplatz im Kochhaus

Für sonstige menschliche Geschäfte haben wir mehrere Komposttoiletten. Diese bestehen aus einem ca. 1m tiefen Erdloch und einem darüber gebauten Sitzgestell. Sie liegen etwas außerhalb des Dorfes und sind durch Zeltplanen vor Blicken geschützt. Wir genießen hier sicherlich einen besseren Ausblick als auf jedem Dixiklo -.)

Mehr Einblicke in das Leben auf Pianezola bekommt ihr unter Viele Bilder…

Anreise

Ihr erreicht das valle di Livo, indem ihr mit dem Auto nach Gravedona am Comer See fahrt. Dort gibt es die letzte Einkaufmöglichkeit in einem Supermarkt. In der Ortsmitte nehmt ihr eine gut beschilderte Abfahrt Richtung „Livo“ und fahrt in Serpentinen den Berg hinauf. Hinter Peglio geht es immer noch weiter bis die Straße in das kleine Dorf Livo mündet.

Wir treffen uns vor dem Aufstieg auf dem Parkplatz hinter dem Friedhof in Livo. Dort laden wir das Gepäck in das Auto des Alteams. Zu Fuss geht es nun gemächlich und relativ eben ca. 50 Minuten auf einer Schottersstraße hinter ins Tal.

In Dangri angekommen, schultern wir das Gepäck nun wieder selbst und Verteilen die Lebensmittel für die nächsten Tage auf die Rucksäcke. Von hier aus sind es noch 45 Minuten Aufstieg, aber keine Sorge – wir haben keinen Zeitdruck, jede und jeder schafft die Steigung…

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